Dr. rer. nat. Haldor Hartwig

Haldor Hartwig stammt aus der schönen Landeshauptstadt Schwerin und studierte ab 2000 Physik an der Universität Rostock. Während des Studiums absolvierte er im Rahmen des ERASMUS-Programms 2 Semester an der Technischen Universität Luleå LTU in Schweden.

Sowohl Diplomarbeit (2006) als auch Promotion (2010) erfolgten an der Uni Rostock in der AG Nichtlineare Optik von Prof. Fedor Mitschke im Bereich der faseroptischen Datenübertragung mit dem Schwerpunkt auf Solitonendynamik.

Von 2011 bis 2014 war er am Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. In der Gruppe Smart Micro Optics lag der Fokus auf der Verwendung elektrooptisch aktiver Polymere und Flüssigkristalle für Singlemode-Wellenleiter in siliziumbasierten mikrooptischen Bauteilen.

2014 kehrte er an die Universität Rostock zurück, um sich der Erforschung elektrisch-optischer Leiterplatten zu widmen, insbesondere der Integration multimodaler Polymerwellenleiter.

Forschungsinteressen

  • Mikrosystemtechnik
  • Wellenleiteroptik
  • Faseroptische Datenübertragung
  • Optik und nichtlineare Optik

Publikationen

Übersicht über Beiträge zu Fachzeitschriften und Konferenzen


Aktuelle Projekte

UV-Laserdirektschreiben

Entwurf, Aufbau und Betrieb eines UV-Laserdirektschreibers zur Belichtung beliebiger Trajektorien in Fotolacken zur Herstellung opto-elektrischer Leiterpatten und mikrofluidischer Systeme.

Link zu Fotos & Videos.

Integration optischer Polymerwellenleiter in Leiterplatten

Die Integration optischer Wellenleiter in elektrische Leiterplatten eröffnet neue Möglichkeiten für hochdatenratige Verbindungen für Rechen- und Netzwerkinfrastruktur.

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Bisherige Projekte

Optische Solitonen als Datenträger

(Uni Rostock) Ein dynamisches Gleichgewicht aus Nichtlinearität und Dispersion ermöglicht in optischen Glasfasern die Ausbreitung robuster Lichtpakete, sogenannter Solitonen. Aufgrund ihres Teilchencharakters sind sie die natürlichen Bits der faseroptischen Datenübertragung. Im Rahmen der Promotion (.pdf) wurden Existenzbereich, Wechselwirkungseigenschaften und Bindungszustände experimentell und numerisch untersucht.

Abbildung: Iiterative Berechnung eines Solitons in einer Glasfaserstrecke mit alternierender Dispersion.

Einstellbares Add-Drop-Filter

(Fraunhofer IPMS) Dieses Projekt hatte den Entwurf und die prototypische Realisierung eines abstimmbaren optischen Add-Drop-Filters für Telekommunikations- und Sensoranwendungen zum Ziel. Basierend auf elektrooptisch aktiven Wellenleitern in einer mittels Waferprozessen gefertigten Struktur konnten Schaltfrequenzen im MHz-Bereich und Filterverschiebungen um einige nm demonstriert werden.

Abbildung: Aktive Add-Drop-Mikroringresonatorstruktur auf einem Halbleiterwafer. Der Resonator hat einen Durchmesser von etwa 400 µm.

Elektrooptischer Schalter

(Fraunhofer IPMS) Das Projekt umfasste die Realisierung eines Modulgehäuses und der Peripherie für einen elektrooptisch aktiven 1x2 Verzweiger / Schalter (Datenblatt).

Abbildung: Platine mit elektrooptisch aktivem Wellenleiterchip, der mit Prozessen der Waferfertigung hergestellt wurde. Auf der linken Seite (in gelb) ist eine der drei optischen Glasfasern zu sehen, die mit Hilfe eines XYZ-Justiertisches mit den aktiven Wellenleitern auf dem Chip verbunden wird. Die Platine findet in einem kompakten Gehäuse Platz und kann als Modul für Test- und Demonstrationszwecke verwendet werden.